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GS München

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Geschichte - Agilolfinger

Die Agilolfinger (auch Agilulfinger genannt) sind das älteste bayrische Herzogsgeschlecht. Ihre Herkunft ist umstritten. Es werden fränkische, burgundische oder langobardische Wurzeln erwogen, wobei vermutlich alle drei Faktoren eine Rolle spielen. Sie regierten vom 6. Jahrhundert bis zum Ende des 8. Jahrhundert, anfangs als Amtsherzöge, später als Stammesherzöge. Ihre Residenz stand in hl er vielleicht nicht unmittelbar der Vorfahre der Agilolfinger des 8. Jahrhunderts war. Die Agilolfingerin Theudelinde war in zweiter Ehe mit dem Langobardenkönig verheiratet, dessen Lebensdaten nicht bekannt sind. Die Verbindung zu den Langobarden war so eng, dass eine Nebenlinie der Agilolfinger von 652 bis 712 deren Krone trug.

Der genaue Zeitpunkt der Übertragung der Amtsgewalt an die Agilolfinger in Bayern durch den fränkischen König ( Geschlecht der Merowinger) kennen wir nicht.Garibald I. (555 - ca. 591) ist der erste historisch greifbare Herzog aus der Familie. Gemäß einer Bestimmung der ältesten bayerischen Rechtsaufzeichnung ( Lex Baiuvariorum) stammten alle bayerischen Herzöge bis zur Beseitigung des Stammesherzogtums 788 aus dem Geschlecht der Agilolfinger.

Die Herzöge übten ihre Herrschaft in einem mehr oder weniger engem Abhängigkeitsverhältnis zu den fränkischen Königen aus. Mehrere Versuche, diese Oberhoheit abzuschütteln, wurden mit dem Aufstieg der Karolinger noch intensiviert. Der Konflikt der Agilolfinger mit dem karolingischen Geschlecht bestimmte besonders die Geschichte der Agilolfinger im 8. Jahrhundert. Karl Martell brach 725 in Bayern ein und vermählte sich mit der Agilolfingerin Swanahilt. Trotz dieser dynastischen Beziehungen und geschlossener
Verträge verfolgten die Agilolfinger weiterhin eine eigenständige Politik. Dies führte dazu, dass 788 Karl derGroße Herzog Tassilo 111. absetzte und ins Kloster verbannte. Damit wurde das Herzogtum Bayern aufgehoben und dem fränkischen Reich einverleibt.

Die historische Leistung der Agilolfinger besteht in:


- ihrer Siedlungspolitik
- der Christanisierung des Landes einschließlich der kirchenrechtlichen Gründung
- der Bistümer Regensburg, Freising, Passau und Salzburg
- der Abwehr slawischer und awarischer Invasionen
- der Niederschrift der Lex Baiuvariorum, des bayerischen Stammesrecht